
Die HZD versteht unter Ausbildung:
Förderungsmaßnahmen in Form praktischer und theoretischer Unterstützung der Mensch/Hund-Beziehung, mit dem Ziel eines rücksichtsvollen und artgerechten Umgangs miteinander. Besondere Berücksichtigung finden dabei die individuellen persönlichen und öffentlichen Umfeldbedingungen. Die sportliche Team-Förderung (Hund/Mensch), sowie das Sozialverhalten und die Kommunikation fördernde Erziehungsanleitungen stehen im Vordergrund.
Gegen Menschen und Tiere ausgerichtete Ausbildungsziele werden von der HZD nicht befürwortet.
Was heißt das im Detail?
Die "Ausbildung" beginnt bereits bei der verantwortungsvollen Auswahl der Eltern der künftigen Welpen. Die HZD achtet deshalb im Vorfeld durch Beratungen, Züchterschulungen und Besichtigung der HZD-Zuchtstätten darauf, dass die genetischen, sozialen und räumlichen Voraussetzungen für eine positive Welpenentwicklung erfüllt sind. Es wird geprüft, ob für die Hündin und deren Welpen in der Aufzuchtphasesichergestellt ist, dass ein in Körper, Geist und Wesen gesunder Hovawart heranwachsen kann. Die ersten Wochen im Leben eines Welpen sind elementar prägend für die künftige Entwicklung und unterliegen deshalb in besonderem Maße der Kontrolle und Förderung durch die HZD-Zuchtverantwortlichen.
Mit der Abgabe der Welpen nach Vollendung der 8. Lebenswoche wird diese Verantwortung auf die Welpenbesitzer übertragen.
Damit die Welpenbesitzer umfassend und kompetent hinsichtlich der Welpenentwicklung informiert und angeleitet werden sollen, finden auf den Übungsplätzen der HZD Welpenprägungsspiele statt, die von speziell geschulten Betreuern geleitet werden. Im Rahmen dieser ?Welpenspielstunden? werden dem Welpenbesitzer und seinem ?Hovawart-Partner? die ersten Grundlagen der Kommunikation zwischen HUND/HUND und HUND/MENSCH vermittelt. Ziel ist es dabei, eine altersgemäße Förderung, Einflussnahme und Verständnis zum Welpenverhalten sicherzustellen. Beziehungskonflikte und erste Erziehungsanleitungen, die in diesem Hundealter (bis zu 6 Monaten) nicht eindeutig geregelt werden, haben auf das künftige Verhalten des Hovawart gegenüber Artgenossen und Menschen elementare Auswirkungen.
Nach dem 6. Monat im Leben des Hovawart beginnt die Erziehung des Junghundes, der vor Tatendrang Entdeckungsfreude und Vitalität überschäumt. In dieser Entwicklungsphase, die auch die Geschlechtsreife umfasst, muss dem Hovawart durch konsequente, zielgerichtete Erziehungsmaßnahmen deutlich gemacht werden, wo die Grenzen seines naturell bedingten ungestümen Handelns liegen. Erfahrene und geschulte Vereinsmitglieder helfen den Hovawartbesitzern, den individuell ausgerichteten Weg aufzuzeigen, um ein künftiges harmonisches Miteinander aller Beteiligten sicherzustellen.
Je nach Entwicklungsstand des Hundes werden im Rahmen von Gruppen- und Einzeltraining die erworbenen Lerninhalte vertieft und gefestigt, um ein andauerndes erwünschtes Verhalten sicherzustellen. Diese Lernziele sollten durch die Ablegung von Hundeführerschein- und Begleithundprüfungen bestätigt und nachgewiesen werden.
Auf dieser Basis wird Ihr Hovawart als Gesellschaftshund in der Lage sein, weitere Aufgaben z.B. als Rettungs-, Therapie- oder Sporthund wahrnehmen können. In jedem Fall wird er Ihnen als charaktervoller Partner positive und abwechslungsreiche Lebensqualität geben.
Uwe R. Hansen
ehemaliger HZD-Vorsitzender