Züchterbericht

Der A-Wurf

Seit ca. 16 Jahren bin ich der Rasse Hovawart "verfallen". Mit  Yanka vom Fleischereck erfüllte ich mir dann den Traum, selbst Hovawarte zu züchten. 

Im Vorfeld musste ich viel planen und bedenken. Ich las unzählige Bücher, besuchte Züchterseminare und  Züchter, die aktuell einen Wurf hatten. Alles, um den ersten Wurf so optimal wie möglich aufzuziehen. 

Am 27. April 2011 schenkte Yanka dann sieben kleinen gesunden Hovawart-Welpen das Leben. Yanka machte alles wie im Buch beschrieben. Sie kümmerte sich von der ersten Minute an perfekt um ihre Kinder. 

In den ersten drei Lebenswochen der Kleinen hatte ich - außer die Wurfkiste mehrmals täglich zu reinigen, Gewichte zu kontrollieren  und Yanka zu verwöhnen - nicht wirklich viel zu tun. Yanka übernahm alle Mutterpflichten ohne Wenn und Aber. Sie säugte die Kleinen geduldig,  putzte und wärmte alle sehr liebevoll. Hin und wieder machte sie es sich mit  Atreju (der schwarze Rüde aus dem Wurf und ihr Liebling) auf meiner Couch bequem und beobachtete die anderen von dort aus. 

Als dann die Kleinen anfingen , mobiler zu werden, durfte ich Yanka mehr helfen. Der Umzug ins eigene Welpenzimmer wurde ohne Probleme gemeistert. Yanka blieb dabei immer an der Seite der Kleinen. 

Von da an hieß es, die Kleinen immer mehr zu fordern. Fast täglich zeigte ich ihnen (in Zusammenarbeit mit Yanka) Neues und nach kurzer Eingewöhnungsphase im Welpenzimmer ging es für alle in den Welpengarten, der fast täglich umgestaltet wurde. Besuch hatten wir auch fast täglich. Menschen jeden Alters gingen bei uns mehrere Wochen täglich ein und aus. Freunde, Bekannte und natürlich Welpeninteressenten und deren Familien und Freunde tummelten sich mit den Kleinen bei uns im Garte und es wurde viel gespielt und gekuschelt. 

Nach der ersten Impfung im Alter von sechs Wochen, galt es dann für meine Kleinen die große, weite Welt zu entdecken. Mit dem Auto fuhren wir zu Badeausflügen, zu Pferdekoppeln, zu Hundekumpel, die mit ihnen spielten, und wir besuchten das Seniorenheim, in dem Yanka als Therapiehund aktiv ist, mehrmals mit den Kleinen. Dort sah ich, dass ich mein Zuchtziel, offene, menschenfreundliche, gesellschaftstaugliche Hovawarte zu prägen, erreicht habe. Genau wie die Mama, liefen alle Sieben auf die Senioren zu, ließen sich knuddeln und spielten mit ihnen.

Das Fazit für mich: Hovawartwelpen im eigenen Wohnzimmer zur Welt kommen sehen, sie beim Heranwachsen zu beobachten und die Grundlagen für gesellschaftstaugliche erwachsene Hovis zu legen, ist eine sehr anstrengende und zeitintensive Sache (viel Schlaf gab es in den zwölf Wochen nicht für mich). Aber wenn ich heute in die leuchtenden Augen meiner Welpenkäufer schaue, die mir begeistert erzählen, was ihr Zögling alles kann und was er mal wieder angestellt hat und wie toll er doch ist, dann war es das Beste, was ich je erlebt und gemacht habe. 

Und ich freue mich in Teamarbeit mit meiner Yanka das in zwei Jahren, wenn wir uns etwas erholt haben,  erneut erleben zu dürfen.

Bedanken möchte ich mich an der Stelle bei meiner Familie, bei meiner besten Freundin Marie-Christine Grashof und ihrer Familie, die mir viel halfen (vor allem beim ungeliebten Schreibkram), bei Familie Jatzak (bei der ich beim Wurf ihrer Hündin zusehen durfte), bei der Züchterin von Yanka, Frau Feix (DANKE  für diesen tollen Hund), und bei dem Team der Tierarztpraxis von Dr. Buttgereit und Dr. Muche, die mir immer in medizinischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stand und den einen oder anderen Hausbesuch bei uns machten.

 

Mandy Mösch

Hovawarte von King Sam´s Hof

Seite zuletzt geändert: 06.Apr.2013