RH Workshop

19. / 20.05.2007, Rettungshundeworkshop

An dem Wochenende des 19. und 20. Mai 2007 fand unser dritter Rettungshundeworkshop für Hovawarte statt. Der Rettungshundeworkshop wurde von der BRH Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar speziell mit der HZD zusammengestellt. Es waren wieder alle aktive Hovawart-Teams aus Nah und Fern eingeladen. Ganz besonders freuten wir uns über die Teilnehmer aus dem RZV und aus Belgien.

 

Es waren Rassevertreter mit unterschiedlichem Alter und Fähigkeiten vertreten. Ebenso sollten auch die verschiedenen Disziplinen des Suchens erprobt werden. Auf diese unterschiedlichen Anforderungen hat sich das Trainerteam des BRH Mittlerer Neckar mit einem ganz besonderen Programm vorbereitet. Es wurden drei Gruppen gebildet. Diesen Gruppen standen Lothar Bartel mit Andrene Koch als Trainer für Mantrailer, Andrea Sieber mit Dieter Lang als Trainer für Flächensuche und Daniela Fetzer bzw. Signy Kuhn mit Michael Riegert als Trainer für Trümmersuche zur Verfügung. Somit konnte man sich entscheiden ob man Flächensuche, Trümmersuche oder Mantrailing üben möchte.

 

Der Workshop begann mit der Begrüßung des Vorstandes der HZD Region Süd. Er stellte die Trainer vor und danach berichteten die Teilnehmer von Ihren Erfahrungen. Anschließend wurde mit den Teilnehmern die Ablaufplanung besprochen und die Teams wurden den Trainern zugeteilt. Ein jedes Team hat als Arbeitsmaterial ein so genanntes ?Team-Buch? erhalten, worin die Übungen und Ergebnisse notiert werden. Damit soll es dem Hundeführer später dann auch möglich sein, einen eigenen individuellen Übungsplan zusammenzustellen. Danach teilten sich die Gruppen.

Die Teams wurden sehr gut von den Mitgliedern der Rettungshundestaffel Getränken und köstlichen Mahlzeiten versorgt. Lothar Bartel hat hier wieder für alle etwas ganz besonders in der Küche gezaubert. Die Pausen wurden auch genutzt um Erfahrungen auszutauschen. So konnte dann auch zwischen den Disziplinen Eindrücke gesammelt werden. Es war jedem Teilnehmer klar, dass nach dem Kurs noch kein fertig ausgebildetes Rettungshunde-Team entsteht, aber dieser Workshop sollte auch als Möglichkeit dienen, festzustellen ob diese Aufgabe eine Perspektive für die Zukunft bietet. In diesem Zusammenhang wurde auch vermittelt, dass diese Aufgabe aus Zeitgründen in einer Rettungshundestaffel in der Nähe des Wohnortes verfolgt werden.

Es war wieder erstaunlich wie schnell die Teams die neuen Übungen erlernt haben. Dabei  steht als oberstes Ziel, dass der Hund immer mit Spaß die Übungen durchführt und es wird darauf geachtet, dass das Team nicht überfordert wird. Nach der Übung wird wieder gemeinsam das Ergebnis besprochen. Somit wurde das ?Team-Buch? mit jeder Übung bereichert.

Nach der Vielzahl an Übungen fand Samstagabends zum Abschluss ein gemeinsames Grillen statt. In einem gemütlichen Zusammensein mit Steaks, Salat und kalten Getränken konnten die gemeinsamen Erlebnisse noch mal ausgetauscht werden

 

Der Folgetag begann mit einer Hundeführerbesprechung, worin noch mal die Übungen vom Vortag besprochen wurden. Die gemeinsame Einteilung der Schwerpunkte für diesen Tag hat ergeben, dass mehr Wert auf Praxis gelegt wird. So wurden die Teams und Standorte wieder zugeteilt und es konnte für diesen Tag wieder losgehen.

Die Mantrailing-Teams nutzten die Umgebung von Schlierbach, speziell die Wälder und Straßen, um dann mit kleinen Trails zu beginnen. Dabei macht sich die Erfahrung von nun über 4 Jahren aktives Mantrailing und ca. 20 trainierten Hundeteams der Trainer Lothar Barthel und Andrene Koch bemerkbar. Eine kleine Besonderheit sorgt immer für einen Lacher, wenn Lothar Bartel die Hundeführer sich ohne Hund gegenseitig mit Leine führen läßt, um die Handhabung der Leine während des Trails zu üben.

 

Es zeigt sich hier deutlich auch die Ausbildungsform von Gabriella Trautmann aus Italien, die das Mantrailing-Team der BRH in Schlierbach aufgebaut und ausgebildet hat.

Dieses Mal wurde die Flächensuche bei einem Hovawart mit einer Besonderheit aufgebaut. Es soll der Hund mit dem so genannten ?Bringseln? vertraut gemacht werden. Da die 2 Jahre alte Hündin schon den Grundaufbau erfahren hat, sollte nun eine Menschensuche mit dem Bringsel verbunden werden. Dabei spielte der Helfer eine große Rolle. Er musste herausfinden, auf was der Hund anspricht, damit der Hund motiviert war den Mensch zu suchen und dies dann mit dem Bringsel zu signalisieren. Diese Suchart wird sehr gerne in der Schweiz praktiziert. Da die Trainerin Daniela Fetzer die Schweizer Suchmethoden bereits kannte, konnte diese Art des Verweisens trainiert werden.

Andrea Sieber stellte den anderen Teams eine sehr effektive Arbeitsweise mit Predummys vor. Hierbei soll erreicht werden, dass der Beutetrieb beim Hund angeregt wird und dabei eine gute Bindung zur Versteckperson aufgebaut wird. Diese Übung kann unabhängig zur Rettungshundearbeit auch als Motivation verwendet werden.

 

Eine weitere Spezialität dieser Staffel, ist das angelegte Trümmergelände. Nur mit diesem Gelände mit über 50 Versteckmöglichkeiten, den vielen unterschiedlichem Untergründen und dem speziellem Gerätepark, kann diese Sucharbeit gut aufgebaut werden. Es kommt darauf an, dass der Hund sich in den vielen Winkeln, Tunneln und Unebenheiten zurechtfindet und sich trotz dem auf die Suche konzentriert.

Gegen Ende des Workshops hatte jeder Hund ob jung oder alt, ob erfahren oder unerfahren seine Suche erfolgreich mit Spaß durchgeführt. Bei der Abschlussbesprechung hat jeder Teilnehmer persönliche Empfehlungen von seinem Trainer erhalten und es wurde den Teams die wohl verdiente Teilnahmeurkunde ausgehändigt. Hier ist zu erwähnen, dass die Teilnehmer immer wieder erstaunt sind wie schnell die Hovawarte lernen und unsere Übungen umsetzen.

Besonderer Dank gilt hier dem Hausherr BRH Mittlerer Neckar mit seiner großen Unterstützung, die Trainer, die geduldigen Helfer und die Veranstalter.Der Kontrast war sehr groß. Es gab erfahrene und unerfahrene Teams. Jedoch mit Hilfe der Trainer konnte man sich auf die Kenntnisse anpassen und die richtige Trainingsform finden.

 

Am Ende bekamen alle Trainer die Note 1 mit Stern und die Bitte bald möglichst einen weiter führenden Workshop durchzuführen. Ganz besonders wurde die Gastfreundschaft der Staffel hervorgehoben und das tolle Zusammengehörigkeitsgefühl, das alle bei diesem Workshop genossen haben.

 

30.8.2007, Dieter Lang für BRH und HZD

 

 

 

 

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