05.07.2009, Familientag am Lemberg

Familientag am Lemberg am Sonntag, 05. Juli 2009

Statt in drückender Schwüle einsam über sonnige Felder zu schleichen, ist es doch viel schöner, in der Gruppe durch schattigen, kühlen Wald zu wandern und gemeinsam Spaß zu haben. Ein gutes Dutzend Hunde hatte davon seine Menschen überzeugen können, der Einladung von Familie Hambalek zu folgen. Gleich zu Beginn des Spaziergangs gab es die Gelegenheit zum rücksichtsvollen Erfrischen zwischen Seerosen. Monet hätte seine Freude daran gehabt! Weniger rücksichtsvoll schüttelten sich die nassen Hunde gründlich zwischen den Zweibeinern, so waren alle wenigstens etwas nass. Aber nicht nur Baden und Freilauf waren geboten. Ulrike Bauszus und Gundi Pohl hatten nämlich einen Rucksack voller Spielideen dabei, und die erste Aufgabe war das Entenziehen. Nicht alle Hovis sind Apportiertalente. Warum sollte man auch ein Stöckchen aufheben, das bewegungslos am Boden liegt? Und wenn man es aufhebt, rattert plötzlich die Ente hinter einem her! Huch! Mit Geduld, Leckerle oder verbaler Anfeuerung gaben sich alle Hunde redlich Mühe. Bei Samy bekam die Ente sogar Flugstunden.

Für Essbares sind wiederum fast alle Hunde zu haben. Drei Futterbecher aufgefädelt auf einem Bambusstab, garniert mit klappernden Klorollen, lockten mit Leckerli. Nur mit Nasereinstopfen kam man nicht ans Ziel, denn da störte der Stab. Und soo lang waren die Zungen dann auch wieder nicht, auch wenn man bei den durchsichtigen Bechern schön beobachten konnte, wie geschickt Hunde mit der Zunge angeln können. Also Becher kippen, mit der Schnauze oder der Pfote.



Viel schwieriger war es, das Leckerle aus einer Art überdimensionaler Spritze zu ziehen. Die Hunde probierten es immer wieder an der Stelle, wo es am intensivsten nach dem Inhalt roch. Und dass man ziehen muß, wenn man meint, drücken wäre erfolgversprechend, das ist wirklich Denkarbeit für den Hund. Hier schafften es nicht alle Hunde, nur die bereits Geübten wussten, was zu tun war.



Auf der Terrasse des Naturfreundehauses konnten die Hunde Siesta halten, während die Menschen tafelten. So waren nach dem Essen die Menschen träge, während die Hunde sich auf einen weiteren Spieleparcours freuen konnten.

Die elfjährige Briska zeigte, wie?s geht. Sie hat übrigens erst in gesetzterem Alter mit Denksport begonnen, der eigentlich gerade auch geeignet ist für Hunde, die nicht mehr beliebig viel laufen können. Aus dem ?Gipsbein? zog Briska ratz-fatz ein Brettchen nach dem anderen heraus, um so das Leckerle etagenweise nach unten zum Ausgang zu befördern. Tja, für solche Tricks müssen wir wohl noch etwas üben! Auch eine Schüssel voller Korken lud zu unterschiedlichen Deutungen ein. Eigentlich sollte der Hund sein darin verbuddeltes Spielzeug finden. Qiara wühlte einfach nach Herzenslust alle Korken aus der Wanne, während Foxy mir säuberlich einen Korken nach dem anderen brachte. Das sagt aber ÜBERHAUPT NIX über die Intelligenz!



Ein Teppich sollte ausgerollt werden, das kapierten die Hunde dank der mit eingerollten Leckerle wieder auf Anhieb. Man könnte aber die Aufgabe vereinfachen, wenn man den Teppich von der Seite packt und ausschüttelt ? Tipp von Qiara.

Apportieren hatten wir ja schon mal, aber funktioniert das auch mit Gießkanne, Luftballons, Handfeger, Blechbüchsen, Hühnern und Spanferkeln (leider aus Latex)? Es durfte probiert werden. Und als krönenden Abschluss durfte jeder Hund sich ein Würstchen aus einer Wasserschüssel fischen.


Ach ja, es war ein erlebnisreicher Tag, und er hat wohl allen gut gefallen. Es ist nur schade für die Organisatoren, wenn sich im Vorfeld ganze fünf (!) Leute anmelden. Ich persönlich schätze gerade die familientauglichen Angebote der HZD sehr, denn nicht jeder stellt begeistert aus oder hat Freude an Arbeitsprüfungen. Auf Wanderungen und ähnlichen Events kommen alle Hunde auf ihre Kosten, und nicht zuletzt treffen wir gerne die ?üblichen Verdächtigen? zu einem ausgedehnten Plausch. Also, belohnen Sie das Engagement der Organisatoren, nutzen Sie die Angebote oder noch besser ? bieten Sie auch etwas an!



Almut Rosenfelder für die RG Süd

 

 

 

 

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