31.01.2010, Winterwanderung im Wental

Winterwanderung im Wental am Sonntag, 31.01.2010

Bereits sehnsüchtig erwartet kam die Einladung zur traditionellen Winterwanderung im Wental am 31. Januar 2010.

Inmitten einer tief verschneiten Landschaft trafen sich knapp ein Dutzend Hovawarte, die unvermeidlichen beiden Corgis und etwa dreißig Menschen auf dem Wanderparkplatz. Ein Blick ins Gelände machte klar, dass die obligatorische Unterordnung nur auf dem geräumten Parkplatz stattfinden könnte. Dieter Lang als ?Supervisor? krabbelte den Hang hoch, während Kerstin Lang uns dirigierte. Die Blonden waren diesmal schwach vertreten, dafür war das Verhältnis Rüden zu Hündinnen ausgeglichen. Das versprach Zündstoff. Als wir uns auf dem schmalen Trampelpfad durch die Felsen wühlten, gab es schon gleich den ersten lautstarken Streit. Soviel Energie brauchte ein Ventil, und die Jungs wälzten sich brüllend im Pulverschnee. Nicht, dass etwas passiert wäre, nur mir fiel beim Ausweichen jede Menge Schnee von oben in die Stiefel. Jetzt weiß ich, wozu Schneehosen gut sind!

Die Sonne gab sich leider nicht die Ehre, aber der Anblick der scheinbar endlosen weißen Weite war ein Wintermärchen. Anfangs ließen sich die Hovis durch geworfene Schneebälle zu kräftezehrenden Ausflügen abseits der Trampelspur verleiten. Bis zum Bauch im Schnee schwammen und hopsten sie in gebremstem Tempo herum, bis sie doch wieder in die Spur zurück wateten. Kalt ist es sicher niemandem geworden bei der Stapferei. Zwar war neben dem Pfad auch ein Loipe gespurt, aber die ist natürlich für zwei- und vierbeinige Trampel tabu (aus Sicht der Langläufer).

Der Rückweg durch den Wald sah uns im Gänsemarsch. Wir sollten um halb eins pünktlich zum Mittagessen antreten, um vor den ebenfalls wandernden Eurasiern einzutreffen. So fiel das eigentlich geplante Dummytraining vorsichtshalber flach. Die zwei Rehe, die direkt vor uns über den Weg flüchteten, hatten auch nichts zu befürchten. Kein Hund ließ sich zum Nachhetzen verleiten. Ordentlich ausgepowert kamen wir am Waldhotel Wental wieder an ? gerade rechtzeitig, um die Hunde etwas zu ?entbommeln? und Gaststubentauglich zu machen, soweit sie mitkommen durften. Und wer war auch schon da? Die Eurasier, die nach uns losmarschiert waren und ihre Tour deutlich abgekürzt hatten! So befanden sich insgesamt sicher zwanzig Hunde im Gastraum. Sie tummelten sich aber nicht, sondern verschwanden still unter den Tisch oder auf ihre Decken zum Schlafen. Die Bedienungen schafften es trotz des Ansturms, flott das Bestellte zu bringen, und so konnten wir jede einzelne verbrauchte Kalorie zehnfach wieder mit köstlichem Essen ersetzen. Während oben am Tisch die Gespräche lebhaft hin und her gingen, reichte es hinter den Stühlen nur noch zu einem sehr gedämpften Schnauzenhakeln im Liegen. Wie schön, seinen Hund mal so müde und zufrieden zu sehen! Das Einzige, was nicht geklappt hat, waren die geplanten Fotos für die Deckrüdenkartei. Denn beinlose ?Langhaardackel? sind dort weniger gefragt!

Wir danken Familie Lang dafür, wieder einmal einen herrlichen Ausflug organisiert zu haben. Und wir werden bald zurückkommen ins Wental, zur Mitgliederversammlung.

 

Almut Rosenfelder für die RG Süd