
Schon lange wollte ich mit Faro (Amato vom Jura-Meer) am Rettungshundeworkshop teilnehmen, doch immer wieder passte es terminlich nicht.
Doch dieses Jahr klappte es und ich meldete mich mit Faro (5 Jahre) für die Trümmer- und Flächensuche an.
Als ich auf dem BRH-Gelände in Schlierbach die große Trümmersuchanlage sah, war ich schon sehr beeindruckt. Da sollte mein Faro auf diesen spitzigen, kantigen, eckigen und unebenen Steinen hinauf? - und noch jemand suchen! Mal sehen was da auf uns zu kommt.
Wir waren zu sechst in unserer Gruppe: 5 Hovawarte und ein Flat-Border-Mix
Mit Spiel und Motivation ging's los. Doch mein Faro war nicht motiviert fürs Spiel, ich war etwas enttäuscht, doch unser Trainer, ein Mitlgied der BRH-Rettungshundestaffel, schaffte es doch noch, Faros Interesse an seinem Dummy zu wecken! (Ich übe zu Hause weiter und es klappt ? Danke für die Tipps).
Die Begehung auf dem Trümmerfeld, Mensch mit Helm und Hund an der Leine, war für mich anstrengender als für den Hund.
Wir trainierten auch die Geräte: Wippe, Steg, Tunnel, da hatte Faro auch keine Probleme, die kennt er vom Agility, doch der Blechtunnel ? der kam ihm nicht geheuer vor. Aber mit viel Motivation schaffte er es. Gerne hätte ich noch mehr Geräte mit Faro versucht, denn man ist so angespornt, was kann ich meinem Hund noch beibringen, aber unser Trainer mahnte: die Hunde brauchen ihre Ruhe! Sie lernen hier so viel Neues und überfordern sollte man sie nicht. Uns tat die Mittagspause auch gut. Danach war Theorie angesagt: Thema war die Arbeit des Flächen- und Trümmerhunde, sowie auch des Mantrailerhunde.
Mit unseren Hunden übten wir am Nachmittag für die Flächensuche, die am Sonntag im Wald stattfinden sollte.
Abends wurde noch gegrillt und jeder erzählte über seine eigenen Eindrücke des Tages.
Sonntag ? freudig hüpfte Faro ins Auto, ich hatte den Eindruck er freute sich wieder mit mir alleine (ohne unseren Zweithund Cando) fortzufahren. Vormittags ging es mit der Trümmersuche weiter. Auch die ausgebildeten Rettungshunde zeigten uns ihr Können und wir waren sehr beeindruckt, wie ruhig und sicher die Hunde suchten.
Noch vor der Mittagspause durften unsere Hunde selbstständig die versteckten Menschen im Trümmerfeld suchen. Danach hatten die Hunde eine Ruhepause verdient und wir unser Mittagessen, das uns Kerstin Lang mit ihren Helfern servierte.
Die Mantrailer kamen vom Stadttraining zurück und wir hatten wieder einiges zu erzählen. Theorie war auch wieder angesagt. Dieter Lang hat uns viel über die Hundenase erzählt, fand ich sehr interessant, z.B. wie ein Hund die Nase beim Suchen einsetzt, wie die Hundeführer sich nach dem Wind richten.
Die Zeit drängte: Wir fuhren in den Wald. Die Flächensuche war auch äußerst interessant. Für die Hunde war es eine total andere Umgebung mit vielen Gerüchen, aber jeder hat die Aufgabe (die Helfer hatten sich im Wald versteckt) toll gemeistert und die Menschen in ihrem Versteck gefunden. Wir waren alle stolz. Doch dieser Tag ging viel zu schnell vorbei.
Für mich war es eine schöne Erfahrung einen Einblick in die Rettungshundearbeit zu bekommen. Auch für Faro war es sicherlich toll. Er war gefordert, durfte seine Nase einsetzen und bekam dafür noch jede Menge Leckerlis! Wer daran Spaß hat, sollte unbedingt auch mal in den Workshop reinschnuppern.
Mein Dank auch an die Trainer und Helfer der BRH-Rettungshundestaffel.
Silvia Kästl mit Faro (Bericht)
Alber Laib mit Aik (Bilder)





